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INEOS Vinyls

     

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Nachhaltigkeit für die PVC Industrie | Kontakte

Gesellschaftliche Akzeptanz von PVC
Grundlagen der Nachhaltigkeit
Der Einfluss der Politik
PVC-Produkte, Unternehmen und die drei Säulen der Nachhaltigkeit
INEOS Vinyls und nachhaltige Entwicklung
'Environments'




Der Einfluss der Politik


Politiker setzen je nach ihren individuellen oder parteipolitischen Ansichten und Zielen Prioritäten hinsichtlich ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte. Zur Umsetzung der Prioritäten bedienen sie sich in erster Linie Steuergesetzen oder regulierenden Kontrollmechanismen.

Einige sind davon überzeugt, dass ein freier Markt erforderlich ist, um echte wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu erreichen und wenden sich daher entschieden gegen jede Art von Marktkontrolle. Besteuerung und Regulierung stellen für sie unerwünschte Verzerrungen des freien Marktes dar, eine Form von staatlichem Eingriff in gesellschaftliche Strukturen und eine Intervention durch den Versorgungsstaat. Andere vertreten die Auffassung, dass Steuern und staatliche Regulierung wesentlich sind für den Schutz der Gesellschaft und insbesondere ihrer schwächsten Mitglieder, die sich am wenigsten zur Wehr setzen können.

Wie so oft in der Politik und bei Fragen der Nachhaltigkeit gibt es auch hier keinen Konsens. Wenn ein Unternehmen keine klaren Prioritäten bei den drei Säulen der Nachhaltigkeit setzt, bleibt ihm nur die Möglichkeit, sich auf alle drei Säulen in gleichem Maße zu konzentrieren und individuelle Entscheidungen zu den Geschäftsprioritäten erst dann zu treffen, wenn Kompromisse eingegangen werden müssen.

Der UN-Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung im September 2002 in Johannesburg war das bisher größte Treffen von Regierungsorganisationen und NGOs. Die Staatschefs und Politiker aus aller Welt erklärten nachhaltige Entwicklung zu einem "zentralen Element der internationalen Agenda". Das Thema der nachhaltigen Entwicklung ist politisch sehr umstritten, und die Unternehmen müssen den besten Weg zur Nachhaltigkeit daher selbst suchen und dabei Faktoren berücksichtigen, die sich auf alle drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung beziehen.





PVC-Produkte, Unternehmen und die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit
Soziale Nachhaltigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit
 
   

 


Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Die Wettbewerbsfähigkeit von PVC-Herstellern wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören:

. Größe des Unternehmens und Produktionskapazität des Herstellers

Der europäische PVC-Markt ist durch eine große Zahl relativ kleiner PVC-Hersteller gekennzeichnet; nur zwei Hersteller verfügen über Anlagen zur Produktion von über einer Million Tonnen PVC. In der europäischen Industrie wird deshalb intensiv über die Notwendigkeit von weiteren Rationalisierungsmaßnahmen gesprochen mit dem Ziel, eine nachhaltigere Industriestruktur zu entwickeln.

. Größe und Ausstattung der Produktionsanlagen

Die Auswertung von Wirtschaftsdaten führt zu dem Schluss, dass die europäische PVC-Industrie hinsichtlich Größe und Ausstattung der Anlagen das Optimum noch nicht erreicht hat.

. Gesetzliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Kosten

Eine gegen ein einzelnes Material oder Produkt gerichtete Gesetzgebung kann dazu führen, dass dieses Material oder Produkt nicht mehr wettbewerbsfähig ist. In der Regel wandern Unternehmen in diesem Fall in Regionen mit einer niedrigeren Kostenstruktur ab.

Darüber hinaus kann die Wettbewerbsfähigkeit von PVC-Produkten im Vergleich zu alternativen Produkten von weiteren Faktoren beeinflusst werden:

. Das Kosten-/Leistungsverhältnis im Vergleich zu Konkurrenzprodukten

Zum Vergleich der Kosten von PVC-Produkten mit den Kosten alternativer Materialien wurden mehrere Studien durchgeführt. Die 1999 erstellte Prognos-Studie "PVC in ausgewählten Produktsystemen - ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsdiskussion" zeigt, dass PVC-Produkte für Kabel, Verpackungen, Rohre und Fenster unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten im Vergleich zu Alternativprodukten gut abschneiden. Ein Gutachten der Gesellschaft für umfassende Analysen GmbH (GUA) aus dem Jahr 2000 zeigt die höhere Wirtschaftlichkeit von Bau- und Medizinprodukten aus PVC im Vergleich zu anderen Materialien.

Eine der umfangreichsten Studien der letzten Zeit wurde vom britischen Energieministerium in Auftrag gegeben und im März 2003 veröffentlicht. In der Studie wurden PVC-Fußbodenbeläge und Linoleum, PVC-Fenster und Holz, PVC-Regenwasserrohre und Aluminium sowie thermogeformte PVC-Verpackungen und Polystyrol unter den Aspekten Ökologie und Lebenszyklus sowie Wirtschaftlichkeit miteinander verglichen. Hierbei wurden interne und externe Kostenfaktoren berechnet, um vergleichbare Gesamtkosten zu erhalten. Laut Studie erwies sich PVC unter dem Aspekt von Ökologie und Lebenszyklus " ... für einige, aber nicht für alle Anwendungen als das beste Material, auch wenn es nur geringfügige Unterschiede gab". Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit scheinen " ... die Lebenszyklen von PVC-Produkten wesentlich kostengünstiger zu sein als äquivalente Produkte aus alternativen Materialien".

. Rohstoffpreise

Zur Herstellung von PVC werden, wie bei anderen Thermokunststoffen auch, Rohstoffe auf Kohlenwasserstoffbasis benötigt, die den Unwägbarkeiten der Kohlenwasserstoff-Märkte ausgesetzt sind. Die Auswirkungen der Preisschwankungen in diesem Rohstoffbereich auf die PVC-Preise sind jedoch weniger ausgeprägt als bei anderen Thermokunststoffen, weil der Kohlenwasserstoffgehalt von PVC weniger als die Hälfte des Molekulargewichts ausmacht.


. Angebot und Nachfrage

Übersteigt die Nachfrage die angebotene Produktmenge, können die Hersteller eine größere Handelsspanne erwirtschaften; langfristig werden Angebot und Nachfrage aber ausgeglichen sein.


. Innovationspotenzial

Dies ist nicht nur für die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch zur Effizienzsteigerung und folglich zur Kostenreduzierung bei Herstellung und Verarbeitung der Produkte von erheblicher Bedeutung. Zum Beispiel wird für die Herstellung von PVC-Plastisolen für die Unterbodenversiegelung von Autos heute 25 Prozent weniger Material als früher benötigt, und die erforderliche Herstellungstemperatur konnte ebenfalls um 30 Prozent gesenkt werden. Dank dieser Effizienzsteigerung konnte PVC seine Position in diesem Anwendungsbereich behaupten.


Soziale Nachhaltigkeit

Bereits in den frühen 70er Jahren wurden Probleme mit der Gesundheit am Arbeitsplatz, die in der PVC-Industrie auf Grund längeren Kontakts der Arbeiter mit VCM entstanden waren, gelöst. Heute bietet die PVC-Industrie ihren meist gut ausgebildeten und gut bezahlten Mitarbeitern ein solch sicheres Umfeld, dass sie an ihrem Arbeitsplatz sicherer sind als zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit.

Da PVC-Produkte kostengünstig sind, hat ein größerer Teil der Bevölkerung Zugang zu vielen für das tägliche Leben wichtigen Produkten. Dies ist insbesondere im Bereich Gesundheit, Trinkwasserversorgung und Schutz der Bevölkerung, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten, wichtig.

Für PVC gibt es viele Anwendungsbereiche, weil es langlebig und wartungsarm ist. Besonders gute Beispiele hierfür sind PVC-Fenster und -Rohre. Dies bringt erhebliche gesellschaftliche Vorteile mit sich, nicht nur weil die Eigentümer der Produkte mehr Freizeit haben, sondern auch weil viele Risiken durch den Wegfall von zum Teil gefährlichen Wartungsarbeiten - etwa das Balancieren auf einer Leiter, um einen Fensterrahmen zu streichen - drastisch reduziert werden.



Ökologische Nachhaltigkeit

In Bezug auf wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit schneiden PVC-Produkte, wie gezeigt, relativ gut ab. Dies wird auch ein Grund dafür sein, warum der PVC-Markt trotz dauernder Angriffe von Umweltschutzorganisationen stetig gewachsen ist. Die Industrie muss daher alle Vorteile von PVC-Produkten in Bezug auf ihre wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit weiter ausbauen.

Die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit stellen für die PVC-Industrie sicherlich die schwierigste Herausforderung dar, denn Umweltschützer und Politiker, motiviert durch das, was sie als öffentliche Unterstützung wahrnehmen, konzentrieren sich genau auf diese Aspekte.

Mit dem Ziel, sich umfassend mit den Herausforderungen ökologischer Nachhaltigkeit auseinander zu setzen, hat sich die PVC-Industrie an mehreren Studien beteiligt. Die neueste Studie mit dem Titel "Bewertung der Nachhaltigkeit von PVC unter Verwendung des Natural Step Framework" wurde mit der Unterstützung der UK Environment Agency im Juli 2000 erstellt und veröffentlicht und kann unter
www.naturalstep.org.uk abgerufen werden.

Auf der Grundlage von wissenschaftlich begründeten Nachhaltigkeitsprinzipien werden im "The Natural Step Framework" (TNS) langfristige Kriterien und Ziele definiert, welche die Industrie zur Erreichung ökologischer Nachhaltigkeit erfüllen muss.

Der Beauftragte der britischen Regierung für nachhaltige Entwicklung, Jonathon Porritt, war Vorsitzender des Lenkungsausschusses, dem die britischen PVC-Hersteller INEOS Vinyls und Hydro Polymers sowie eine Gruppe führender Vertreter des britischen Einzelhandels angehörten. In seinen einführenden Bemerkungen zur Studie weist Porritt darauf hin, dass die für PVC definierten Kriterien " ... sich kaum von den Kriterien unterscheiden, die für alle Kunststoffe gelten". Er führt weiter aus, dass für die verschiedenen Kunststoffe der gleiche Maßstab angelegt werden müsse:

"Es ist wenig zweckdienlich, den Verzicht auf PVC zu fordern, ohne vorher die Nachhaltigkeit von Ersatzprodukten zu beurteilen. In einer wirklich nachhaltigen Zukunft mag es durchaus so sein, dass PVC dort keinen Platz mehr hat (dies hängt davon ab, ob es die in der Studie definierten Kriterien erfüllen kann). Die gleiche Frage muss aber auch für alle Materialien, synthetische und natürliche gleichermaßen, gestellt werden, bevor man voreilig willkürliche und unwissenschaftliche Schlussfolgerungen zieht."

Das von der Europäischen Kommission im Jahr 2000 veröffentlichte "Grünbuch zu PVC" verweist auf die wesentlichen Themenbereiche, mit denen sich die PVC-Industrie im Sinne einer ökologischen Nachhaltigkeit beschäftigen muss. Besonders herausgehoben werden

. Additive, insbesondere Cadmium, bleihaltige Stabilisatoren und Phthalatweichmacher, sowie die

. Abfallwirtschaft, da die PVC-Entsorgung auf Deponien oder in thermischen Anlagen als nicht optimal und das Recycling als zu begrenzt angesehen werden.

In Bezug auf Ökologie und Nachhaltigkeit müssen diese wichtigen, im Grünbuch angesprochenen Fragen für die PVC-Industrie Priorität haben. Dies steht auch im Einklang mit den Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit von PVC, wie sie in der Prognos-Studie (1999) und in der Studie von "The Natural Step" (2000) beschrieben werden.

Alle verantwortungsbewussten Unternehmen verfügen über Programme zur Verbesserung ihrer individuellen ökologischen Nachhaltigkeit, und INEOS Vinyls bildet hier keine Ausnahme (siehe nächster Abschnitt "Nachhaltige Entwicklung für INEOS Vinyls"). Einzelne Organisationen sind jedoch nicht in der Lage, die wesentlichen Herausforderungen ökologischer Nachhaltigkeit alleine zu bewältigen, da die kritischen Punkte entlang der gesamten Logistikkette und des ganzen Lebenszyklus der Produkte einschließlich der Entsorgung angesiedelt sind. Eine Zusammenarbeit der verschiedenen betroffenen Organisationen ist daher unerlässlich.

Im Jahr 2000 startete die PVC-Industrie in Europa die Initiative "Vinyl 2010", die sich mit der Herausforderung ökologischer Nachhaltigkeit befasst. Die europäischen Industrieverbände ECVM (European Council of Vinyl Manufacturers), ESPA (European Stabiliser Producers Association), EuPC (European Plastics Converters) und ECPI (European Council for Plasticisers and Intermediates) haben ihre Ressourcen und ihr Know-how zusammengelegt, um die Branche möglichst weit auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft voran zu bringen. Die im Rahmen der Initiative Vinyl 2010 eingegangenen freiwilligen Verpflichtungen dienen drei Zielen:

. Minimierung der Risiken für die Umwelt und die Gesundheit des Menschen

. Maximierung der Recycling- und Rückgewinnungsquote für PVC-Produkte

. Umsetzung gesellschaftlich verantwortungsbewusster Praktiken.

Diese Ziele zeigen, dass die PVC-Industrie insgesamt die ökologischen Herausforderungen nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit von PVC-Produkten angeht.

Die jährlichen Fortschrittsberichte der Initiative Vinyl 2010 werden von Det Norske Veritas (DNV), einer eigenständigen und unabhängigen Organisation, die sich auf Risikomanagement, Beratung und Audits spezialisiert hat, geprüft. Der Fortschrittsbericht und weitere Informationen zu Vinyl 2010 können unter
www.vinyl2010.com abgerufen werden.

Vinyl 2010 Progress Report

Eine PDF Datei

Es wurde ein Kontrollausschuss zur Überwachung des Fortschritts bei den freiwilligen Verpflichtungen gegründet, dessen Mitglieder Vertreter der Direktorate Umwelt und Unternehmen der Europäischen Kommission, des Europaparlaments sowie der Gewerkschaften und Hochschulen sind.

Weil die Branche nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied, ist jeder in der Branche dazu aufgerufen, seinen Beitrag zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft für die PVC-Industrie zu leisten.

 

     
   



INEOS Vinyls und nachhaltige Entwicklung


INEOS Vinyls hat sich zum Ziel gesetzt, ein wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Die unablässige Suche nach Verbesserungen, effizienteren Verarbeitungstechniken, kostengünstigerer Produktion, sichereren Arbeitsbedingungen und Produkten, die genau den Anforderungen der Kunden entsprechen, sind Kennzeichen des Unternehmens. Im folgenden Abschnitt werden der Ansatz und die Fortschritte von INEOS Vinyls in Bezug auf sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung zusammengefasst.

INEOS Vinyls und sozial nachhaltige Entwicklung

Sicherheit am Arbeitsplatz und die Gesundheit der Mitarbeiter sind für INEOS Vinyls von größter Bedeutung.

2002 führte INEOS Vinyls eine Charta zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) ein.

"Diese Charta ist das Fundament, auf dem wir in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt Spitzenleistungen erbringen und aufrechterhalten, was meines Erachtens grundlegend für den Erfolg von INEOS Vinyls ist.

Das Führungsteam engagiert sich hundertprozentig für die Einhaltung der Charta, und wir erwarten dasselbe von jedem unserer Mitarbeiter und Kontraktoren.

Motiviert durch unser hohes Engagement in Fragen der Sicherheit, der Gesundheit und des Umweltschutzes werden wir auch weiterhin konsequent das Ziel verfolgen, jeglichen Schaden von unseren Mitarbeitern, unseren Familien, unseren Auftragnehmern, unseren Kunden, der Öffentlichkeit und der Gesellschaft insgesamt abzuwenden."

Calum MacLean
Vorstandsvorsitzender

Die Hauptziele dieser Verpflichtung sind:

. Wir handeln entsprechend der Maxime, dass alle Verletzungen, Berufskrankheiten und Unfälle vermeidbar sind.

. Wir befolgen alle geltenden Gesetze, Vorschriften, Industriechartas und die Verpflichtungen der Responsible Care-Initiative und ergreifen darüber hinaus auch zusätzliche und für erforderlich gehaltene Maßnahmen.

. Unsere Engagement in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt gewährleistet, dass wir von der Öffentlichkeit als guter Nachbar wahrgenommen werden.

. Mitarbeiter und Kontraktoren erhalten eine umfassende Schulung zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zur Unfallprävention.

. Management und Vorgesetzte übernehmen eine aktive und führende Rolle bei der Umsetzung und Ausführung der Leitlinien und des Verbesserungsplans zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt.

. Mitarbeiter und Auftragnehmer sind sich ständig der Bedeutung von Sicherheit bewusst und führen ihre Arbeit aus, ohne sich selbst, ihren Kollegen oder der Umwelt zu schaden.

Über das "INEOS Vinyls Rating System" (ECVRS) werden die Belange von Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei INEOS Vinyls verwaltet. Bei der Entwicklung dieses umfassenden Managementsystems, das die spezifischen Gefahren und Prioritäten in den verschiedenen Geschäftsbereichen von INEOS Vinyls abbildet, arbeitete das Unternehmen mit der international anerkannten Risikomanagementgruppe Det Norske Veritas (DNV) zusammen.

Die INEOS Vinyls-Gruppe konzentrierte sich ab 2001 auf die Anzahl der klassifizierten Verletzungen und solcher Verletzungen, deren Behandlung länger als drei Tage dauert (so genannte OTD-Verletzungen). Klassifizierte Verletzungen wurde als Messwert gewählt, weil dies ein klarer Indikator für die Leistung im Bereich Sicherheit ist und auf spezifischen, messbaren Kriterien beruht, die weniger schwerwiegend als OTD-Verletzungen sind. Bei der Ermittlung dieses Wertes wurden nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch Kontraktoren berücksichtigt. 2003 erreichte die INEOS Vinyls-Gruppe einen Wert von 0,28 klassifizierten Verletzungen pro 100.000 Arbeitsstunden, was eine wesentliche Verbesserung gegenüber 0,5 im Jahr 2002 und 1,0 im Jahr 2001 darstellt. Verbesserungen wurden in allen Geschäftsbereichen erzielt, wobei der Bereich Compounds allerdings den größten Fortschritt verzeichnen konnte.

Der Kontakt von Betriebspersonal und Kontraktoren mit VCM, EDC und PVC-Staub wird an den Polymerstandorten von INEOS Vinyls mit Hilfe von strengen Standards kontrolliert und überwacht. Die niedrigen Messergebnisse werden durch Bereichsüberwachungen weiter belegt und liegen klar unter den europäischen Grenzwerten für die Exposition am Arbeitsplatz (OELs). Für jeden Bereich wurden spezifische arbeitsmedizinische Ziele gesetzt. Für die Unternehmensgruppe insgesamt werden von Jahr zu Jahr Verbesserungen erzielt.

Die Konzentration von Stabilisatoren, anderen Zusatzstoffen und Staub werden in den Produktionsstätten für Chemikalien und Folien streng überwacht. In den vergangenen vier Jahren wurden die Staubkonzentrationen in allen Produktionsstätten entsprechend dem internen INEOS Vinyls-Standard von 1,5 mg/m3 eingehalten. Die durchschnittliche Exposition des INEOS Vinyls-Personals und der Kontraktoren belief sich 2004 auf weniger als 1 mg/m3. Dieser Wert entspricht dem höchsten Standard in den Ländern, in denen wir Produktionsstätten haben.

INEOS Vinyls und ökologisch nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen ihres Programms für nachhaltige Entwicklung veröffentlichte die Europäische Kommission im Jahr 2000 das Grünbuch zu PVC. In diesem Dokument werden die Bereiche für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung erläutert, in denen die PVC-Industrie tätig werden muss. Dies betrifft in erster Linie Additive, insbesondere cadmium- und bleihaltige Stabilisatoren, sowie die Entsorgungsproblematik, da die PVC-Entsorgung auf Deponien oder durch thermische Behandlung nicht als optimal und das Recycling als zu begrenzt angesehen werden.

Stabilisatoren auf Cadmiumbasis werden in der PVC-Industrie nicht mehr verwendet. Für den Geschäftsbereich Compounds hat INEOS Vinyls ein Programm zur Entwicklung von Alternativen zu bleibasierten Stabilisatoren für alle relevanten Compounds aufgelegt. Das Unternehmen unterstützt alle europäischen PVC-Recyclingprojekte und hat einen eigenen PVC-Recyclingbetrieb im Compounds-Werk in Frosinone aufgebaut. Keine Organisation ist jedoch in der Lage, alle wichtigen Herausforderungen an die Umwelterhaltung allein zu bewältigen, da die Probleme nicht nur die Versorgungskette, sondern auch das Abfallmanagement betreffen. Daher ist ein gewisses Maß an Zusammenarbeit erforderlich. Diese Prioritäten werden von der PVC-Industrie über die Initiative "Vinyl 2010" für nachhaltige Entwicklung wahrgenommen, wobei INEOS Vinyls eine führende Position einnimmt. Sämtliche Einzelheiten zu "Vinyl 2010" finden Sie auf der Vinyl 2010-Website unter www.vinyl2010.com.

Am 3. Juni 2004 veröffentliche DG Enterprise auf der Website der Europäischen Kommission die lang erwartete Studie zum Entwicklungszyklus von PVC-Produkten und den wichtigsten Wettbewerbsmaterialien. In einer Stellungnahme erklärte DG Enterprise, dass eine der wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Studie sei, dass "aus Sicht des Entwicklungszyklus' die Materialwahl wichtig sein könnte, aber oft ist dies einfach nur ein Parameter unter vielen". "Vinyl 2010" veröffentlichte eine Presseerklärung, in der die Studie begrüßt und die wichtige, positive Schlussfolgerung unterstrichen wird, dass es "keinen Grund gibt, PVC anders als andere Materialien zu behandeln".

In den ECVM-Chartas zur Herstellung von S-PVC/VCM und E-PVC werden anspruchsvolle Standards in Bezug auf Freisetzung von Stoffen in Luft und Wasser festgelegt. Die Chartas wurden bereits vor Vinyl 2010 unterzeichnet, die Einhaltung der Chartastandards wird jedoch im Rahmen der Vinyl 2010-Fortschrittsberichte dokumentiert (Download der Fortschrittsberichte unter
www.vinyl2010.com).

Das erste Audit über die Einhaltung der S-PVC/VCM-Charta im Jahr 1999 ergab bei den geprüften Unternehmen eine Einhaltungsquote von 98 Prozent, und im letzten Audit (2002) war die Quote an denselben Standorten sogar noch besser. Die verbleibende Nicht-Einhaltung ist auf ein technisches Problem mit einer Verbrennungsanlage in Porto Torres zurückzuführen, das 2003 evaluiert und weitere Arbeiten sind 2004 durchgeführt worden.

Die VCM-Anlage in Runcorn war beim ersten Audit der ECVM-Charta nicht berücksichtigt worden, wurde aber beim Audit 2002 geprüft. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten befand sich die Anlage noch in der Optimierungsphase, und die Rauchgaszusammensetzung der Verbrennungsanlage erfüllte zum Zeitpunkt des Audits noch nicht die Vorgaben der Charta. Im Laufe des Jahres wurden Verbesserungen durchgeführt, sodass 2004 die Grenzwerte eingehalten wurden

Die erste Überprüfung auf Einhaltung der E-PVC-Charta-Bestimmungen wird im 1. Quartal 2005 durchgeführt, die Ergebnisse sollen bis zum Jahresende veröffentlicht werden.

Über die in den ECVM-Chartas verlangten Berichte hinaus hat INEOS Vinyls interne Standards für die Polymer-Geschäftsbereiche festgelegt, an denen sich das Unternehmen seit dem Börsengang 1994 selbst gemessen hat. Das Ziel von INEOS Vinyls ist eine kontinuierliche Verbesserung der Leistung, ein sich stetiges Annähern an eine hundertprozentige Verringerung aller Emissionen bei gleichzeitiger Erfüllung von geltenden Vorschriften und Anforderungen der Branchen-Chartas:

·Verringerung der VCM-Emissionen in die Luft um 67 Prozent seit 1994
·Verringerung der EDC-Emissionen in die Luft um 67 Prozent seit 1994
·Verringerung der Staubemissionen in die Luft um 54 Prozent seit 1994
·Verringerung der Einleitung von Kupfer in das Wasser um 87 Prozent seit 1994
·Verringerung der EDC-Einleitung in das Wasser um 85 Prozent seit 1994
·Verringerung der VCM-Einleitung in das Wasser um 53 Prozent seit 1997 (statt 1994 wird hier 1997 als Bezugsjahr genommen, weil INEOS Vinyls in diesem Jahr die VCM-Anlage in Runcorn übernahm)
·Verringerung der Entsorgung von Abfällen in Solekavernen um 100 Prozent seit 1994. Seit 1999 kommt diese Entsorgungsmethode bei INEOS Vinyls nicht mehr zur Anwendung.

Wir sind überzeugt, dass weitere Reduzierungen nicht nur möglich sind, sondern auch erreicht werden.

Alle bei der Herstellung von VCM anfallenden Flüssigabfälle werden zurzeit verbrannt; die Abfälle werden nicht mehr in Kavernen entsorgt, und über 50 Prozent der Abfälle werden für das Recycling von HCl behandelt.

Es gibt keinen branchenspezifischen Standard, der alle von INEOS Vinyls in Berichten erfassten Messwerte abdeckt. Darüber hinaus wurden die rechtlichen Vorschriften und die Industrie-Chartas auf unterschiedlichen Grundlagen erstellt, so dass ein Vergleich nicht möglich ist.

Die von INEOS Vinyls ergriffenen Maßnahmen und die erreichten Fortschritte spiegeln die Anstrengungen wider, die INEOS Vinyls auf dem Weg zu ökologischer Nachhaltigkeit unternimmt. Wir wollen unsere Mess- und Berichtsverfahren weiter ausbauen, um unseren Fortschritt auch in Bezug auf andere Bereiche ökologischer Nachhaltigkeit genauer verfolgen zu können. 2004 haben wir insbesondere beschlossen, unsere Vorgehensweise bei der Berichterstattung über die Energieeffizienzverbesserungen weiterzuentwickeln, verbunden mit einer Darstellung, wie diese sich auf die Reduktion des Treibhauseffektes auswirken.

INEOS Vinyls bleibt der Einhaltung der Umweltmanagementstandards nach ISO 14001 in all seinen Polymer- und Folienanlagen in Europa verpflichtet. Im Geschäftsbereich Compounds liegt der Schwerpunkt auf Hygiene und Arbeitssicherheit. Alle zur Einhaltung der ISO 14001-Standards nötigen Voraussetzungen sind bereits in INEOS VinylsRS integriert. Sämtliche VCM-, S-PVC- und E-PVC-Anlagen sind jetzt nach ISO14001 zertifiziert, ebenso die Folienproduktionsanlage in Cagliari, Italien. Es ist geplant, alle übrigen Folienproduktionsanlagen ebenfalls nach ISO14001 zu zertifizieren.


INEOS Vinyls gibt ein vierteljährliches Kundenmagazin heraus, das die Position der INEOS Vinyls zu umweltpolitischen Themen beinhaltet. Bitte klicken Sie hier, um zum pdf-Dokument zu gelangen.

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